FAZ - January 1, 2011

Deutsche Hippies

Die Blumenkinder gehen in Rente

Vor vierzig Jahren brachen sie als Blumenkinder aus Deutschland auf. In Goa sind inzwischen Pensionäre aus ihnen geworden. Im Paradies von einst stranden heute nur noch die Pauschaltouristen.

Von Christoph Hein

Piyush steht in seinem Garten hinter dem weißen Strand von Agonda und schiebt mit einer schweren Harke Erde zusammen. Er baut Wälle um Beete, schafft Holz heran für eine Plattform, auf der er bald Yoga lehren will. „Ein paar Tage noch, und wir haben hier ein Meditationszentrum unter freiem Himmel“, sagt er. Der Garten ist ein schlammiger Platz. An seiner Seite qualmt ein Müllhaufen. Piyushs Körper glänzt vor Schweiß. Aber seine Augen leuchten.

„Ich fühle, dass ich mein Potential noch nicht ausgeschöpft habe. Ich will noch etwas anderes“, sagt Piyush. Sein Sanskrit-Name steht für den Liebenswerten, den Nektar. Von seiner bürgerlichen Existenz als Heilpädagoge aus dem Kölner Umland bezieht Peter nur noch eine kleine Monatsrente. Als seine Kinder groß waren, ist er nach Indien gegangen. Als er seinen Guru traf, wurde aus Peter Piyush. In Agonda ist er schließlich hängengeblieben.

Hängengeblieben in einem Flecken am langen Strand von Goa, im Südwesten Indiens. Uschi Obermaier nahm hier LSD, fing Frösche und ließ sich einen Hammel braten, die Rolling Stones schauten vorbei, die Beatles ließen sich unter dem Banyan-Baum in Chapora fotografieren, Madonna soll bis heute immer mal wieder herkommen, nur Eight-Finger-Eddie hat Goa gerade für immer verlassen. Er war es, der den Strand einst zum Sehnsuchtsziel machte. Damals begannen die Amerikaner gerade, Vietnam zu bombardieren. Woodstock sollte noch vier Jahre auf sich warten lassen. Eddie aber reiste auf dem Hippie-Trail zwischen Athen und Istanbul und Srinagar, Kabul, Katmandu und Teheran. Überall dorthin, wo die Sonne schien, das Essen billig war und Drogen Erleuchtung boten. 1965 kam er nach Goa, gründete den berühmten Hippie-Flohmarkt und blieb. Er wähnte sich im Paradies.

Auf dem Fuße folgten ihm die Suchenden, die Sonnenanbeter, die Hippies. Flowerpower unter Palmen, das Gefühl unendlicher Freiheit, bestimmt nur vom Rhythmus der Wellen des Arabischen Meeres. „Der Strand war rund um die Erde so bekannt, dass die Indienkarten der Touristikmanager in den sechziger Jahren nur Goa zeigten, den Rest des Landes nur als Umriss“, sagt der Journalist Cyril D’Cunha aus der Provinzmetropole Panjim. Natürlich hätten die Nacktheit und Drogen der Beatnicks und Hippies die Inder schockiert. „Aber letztlich lebten die damals ihr eigenes Leben, hatten kaum Berührung mit den Einheimischen.“ Es sei friedvoll zugegangen, ruhig. „Nicht so lasterhaft, so teuflisch wie heute.“

Cleo Odzer, die Mitte der sechziger Jahre per Bus aus Athen bis nach Goa kam, erinnert sich an einen typischen Abend: „Der Strand füllte sich mit Freaks. Ihre langen Haare wehten im Wind, die Männer trugen Lungis, die Frauen lange, wehende Röcke, und viele kamen barbusig. Männer und Frauen hatten Unmengen alten indischen Silberschmucks am Handgelenk, an den Armen, am Hals und um den Bauch. Sie ließen sich im Sand nieder und suchten mit den Augen die Stelle, an der die Sonne im Wasser versinken würde. Der Himmel färbte sich rosa. Violett. Orange. Die Gespräche wurden leiser. Manche flüsterten.“ Damals gab es keine Mopeds, keine Appartementhäuser, nur einen Bus, der einmal täglich über die enge Straße nach Panjim kurvte. Das Leben war leicht, billig, bunt. Voller Wärme und Geborgenheit, umgeben von schönen, jungen Menschen.

„Hippie-Sein, das hieß sorglos in den Tag hinein zu leben. Das ist das Grundding. Es muss nicht mal was mit Drogen zu tun haben“, sagt Michel. 1971 kam er das erste Mal nach Goa. Fast vierzig Jahre später liegt er dort auf seiner Hängematte und zieht an einem Zigarillo. Seine Rente bekommt er aus Süddeutschland überwiesen. „Es war eine wilde Zeit damals. Ich habe noch ein vergilbtes Foto, hat mal ein Amerikaner von uns in Lahore aufgenommen.“ Jetzt leuchten seine Augen hinter der Brille. „Mann, waren wir damals Hungerhaken.“ Irgendwann bauten sie das Curlie's, eine aus Brettern gezimmerte Strandbar. Treffpunkt, Anlaufstelle, Heim. Den Stamm der Palme davor bemalten sie. Er strahlt noch heute in Orange und Weiß. Das Curlie’s aber ist heruntergekommen zur Billigausgabe der Sylter Sansibar.

 

Das Goa von einst gibt es nicht mehr

An diesem Abend hockt Ito aus Okinawa hier. Im Lotus-Sitz, die schönen Augen hinter einer Ray-Ban-Brille verborgen, blickt sie auf die untergehende Sonne. Auf den riesigen Betonstufen kauern sieben Hippies. Sie haben graue Haare, graue Bärte. Ein paar Russen, krebsrot von der Sonne, liegen auf Strohmatten und träumen sich durch ihren Rausch. Am Strand umspielen die Wellen ein Spritzbesteck in einer Plastiktüte. Gummilatschen, Kokosschalen und dunkelbraune Arzneifläschchen treiben heran. Aus den mannshohen Boxen des Curlie’s wummert Goa-Trance. Kellner bauen einen Fischgrill auf. Energiesparlampen werfen ein fahles Licht. Handys blinken. Indische Händler fuchteln mit grellgrünen Laserstrahlern herum.

Raver, Rentner und Pauschaltouristen folgten den Hippies. Den stärksten Strom nach Goa aber bilden die Inder selber, die der Enge Bombays oder Delhis entfliehen. Auf Müsli und Mangolassi folgten Kingfisher-Bier und Wodka. Heute schlägt Elektrobeat Gitarre. „Das ist schon eine ganz andere Welt geworden hier“, sagt Ingo. Seine Frau und er betreiben das Lila Café, eine Institution in Goa. 1978 kamen sie als Urlauber hierher. Die Krankenschwester und der gelernte Koch, der eigentlich Textilkaufmann hätte werden sollen, erlebten eine unbekannte Freiheit: „Es gab doch keine Gesetze hier. Man konnte machen, was man wollte. Der eine backte Kuchen, der andere Plätzchen, alles wurde am Strand in einem Café verkauft“, erzählt Elisabeth. „Natürlich haben wir manches ausprobiert. Mal ein Pfeifchen durchgezogen. War ne dolle Zeit damals. Aber auch wir werden älter“, sagt Ingo. Also holen sie sich nun ein kleines bisschen Deutschland ins indische Chaos. Braten Würste vom Wasserbüffel, räuchern Fisch, backen dunkles Brot. Morgens um zehn ruft der deutsche Schwimmclub in Anjuna. Und sonntags treffen sich die meisten Deutschen zum Brunch im Coffee Heaven. In Schwabing wäre das Frühstück teurer. Verbrannten die Hippies früher ihre Pässe, kreist die Debatte heute um die Gültigkeit der Visa. Was, wenn die nicht verlängert werden? Längst hat die Wirklichkeit Indiens die gealterten Sonnenkinder eingeholt. Den Verlust ihrer Hippie-Unschuld nehmen sie gelassen. „Nostalgiker darfste hier nicht sein. Das bringt nix“, sagt Michel. Er zieht an einem Zigarillo. Piyush meint: „Sich heute noch als Hippie zu bezeichnen, das ist so, wie einen alten Zopf hinter sich herzuziehen.“

 

Wer hat das Paradies zerstört?

Wütend macht sie nicht, was aus ihnen wurde. Wütend macht sie, was aus ihrem Goa wurde. „Mich nervt es einfach, wie sich das Land selbst zerstört. Und das mit Vollgas“, sagt Ingo. Die, die das alte Goa kennen, halten das neue kaum noch aus. Robert, Architekt aus Berlin, der in den siebziger Jahren als Kind mit seinen Eltern herkam, ärgert sich jeden Morgen, wenn er mit seinem Jeep ins Büro nach Panjim fährt: „Da schmeißen Inder aus der guten Mittelschicht ihren Müll gleich tütenweise von der Brücke in den Fluss.“ Er kann sich noch an die ruhigen Kindertage in Goa erinnern, wo seine Architekteneltern ein Haus kauften. Heute wohnt er selbst darin, steuert von hier seine Bauprojekte in der Metropole Bombay. Sonja und Thomas, Schweizer Designer in Candolim, die noch Roberts Eltern kennen, denken ähnlich: „Unter dem Strich sind es doch die Inder selbst, die Goa kaputtmachen.“ Dabei kommen gerade die beiden Designer aus Zürich bestens mit den Einheimischen aus. „Sheetal begann vor neunzehn Jahren als Küchenhilfe in unserem Café Coconut 21. Heute hilft sie mir beim Entwurf und Bau von Lampen“, sagt Sonja. Das große Ganze aber sei aus den Fugen geraten. Ingo sagt: „Was mich wirklich erschüttert, ist diese wahnsinnige Korruption hier.“

Das Paradies, in dem sie Zuflucht fanden, ist zerstört. Ihr Garten Eden brennt, ist geschändet, verraten, verkauft. Entlang von Goas berühmtem Strand sieht es aus wie am Ballermann nach einem Erdbeben: Gehwege entlang einer Straße gibt es nicht, nur roten Staub. Wo Bodenplatten fehlen, lauert der Sturz in den Kanalisationsgraben. Touristen und Einheimische drängeln sich zwischen hupenden Auto- und Buskarawanen hindurch. Einstmals hochherrschaftliche Villen sind eingefallen, vermodert, verrottet. Gastarbeiter aus dem indischen Norden verscherbeln aus Bambusverschlägen Billigkitsch. Unrat stapelt sich entlang von Straße und Strand. Dort reihen sich Hütten aneinander, unter deren Palmdach der Rausch billig zu haben ist. Zehntausende Inder promenieren auf und ab, die Männergruppen entpuppen sich zumeist als Spanner und Voyeure. Unter Bewahrung relativer Würde und geschicktem Einsatz ihrer Handy-Kameras bemühen sie sich, die fast nackten Pauschaltouristinnen abzulichten. Die machen nicht den Eindruck, als würde sie das stören. Zwischen denen, die die Kälte hinter sich lassen, und jenen, die der Prüderie entfliehen, herrscht Waffenstillstand.

 

Ausverkauf auf dem Hippiemarkt

Gekämpft aber wird am Mittwochmorgen kurz nach halb elf an der Kreuzung vor dem Opal Moon Café. Krebsrote Russinnen im weißen Bikini, alte Männer mit Irokesenschnitt, Israelis mit Cowboyhüten schieben sich auf den Sträßchen entlang der Reisfelder voran. Dazwischen Motorräder, Mopeds, Roller, hupende Taxis. Alle haben ein Ziel: Nach Monaten des Monsuns macht der Flohmarkt wieder auf. Diesel überdeckt den Geruch von Kardamon und Zimt. „How much?“, lautet die wichtigste Frage an den Ständen. „As you want“ ist die Antwort. „Früher haben die Hippies hier das verkauft, was sie aus Afghanistan oder auch von zu Hause mitgebracht haben“, sagt Michel. In Deutschland hat er Bands im Bus auf ihren Tourneen durch die Lande kutschiert. Nun liegt er in seiner Hängematte, versucht, ein paar zerlesene Taschenbücher auf dem Tapeziertisch vor sich loszuschlagen; Frank Schätzings „Schwarm“, Allendes „Geisterhaus“, „Yoga für Läufer“ – was die Rucksackreisenden so zurücklassen. Der Rest der Stände bietet Tibet-Kitsch und Klangschalen, Stick-Decken und Marionetten, Pashmina-Schals aus Plastikfäden und CDs mit Goa-Trance. Den bekommt, wer am Stand nach „604“ fragt – geschrieben erinnern die drei Zahlen entfernt an das G, O und A. Irgendwie klingt das cooler.

Goa – das ist Indien, nur schlimmer. Bestechungen liegen hier höher als im Rest des Landes, weil die Leute, die etwas verlangen können, dank des Tourismus schneller zu Geld gekommen sind. Die Preise für Häuser haben sich verachtfacht – in zehn Jahren. Trotzdem verrotten sie, weil sie verzweigten Familien gehören, die sich nicht auf eine Renovierung einigen können und weil die Mieten viel zu niedrig sind. In Appartementblocks warten Wohnungen auf neureiche Spekulanten aus Delhi oder Bombay. An den Ständen entlang der Straßen und in den Hinterhöfen wird der Ramsch verschleudert, den Kinder in China, Bangladesch oder irgendwo in Indien im Akkord zusammenbasteln mussten. Bald schmückt er ein Wohnzimmer in Moskau, eine Studentenbude in Dresden.

 

Nicht nur als Drink: Sex on the Beach

Für die Touristensaison ziehen jedes Jahr Zehntausende von Gastarbeitern aus anderen indischen Bundesstaaten nach Goa. In den Restaurants servieren sie dann „Chicken Keiw“ oder „Chicken Strognuf“, die Drinks heißen „Black Russian“, „Brandy Alexander“ oder „Sex on the Beach“. Die Russen, das sind die Umsatzbringer an den Stränden im Norden. Noch. „Wer das Geld hat, fliegt inzwischen auch lieber nach Thailand. Da ist es schöner“, krächzt Viktor in rauhem Englisch. Er kommt aus St. Petersburg und feiert gerade seinen letzten Goa-Urlaub ab. „Meistens betrunken“, wie er sagt.

Manche Goaner fühlen sich zwischen all den Fremden fremd im eigenen Land. „Sie behandeln uns wie Dreck“, sagt Aram mit Blick auf die Ausländer. In der Saison chauffiert er Gäste, im Monsun repariert er Busse. „Die Leute aus Delhi und Bombay kommen nur, weil sie hier mehr Spaß haben können als zu Hause.“ Missen will er sie dennoch nicht. „In den trockenen Monaten mache ich 900 Rupien am Tag.“ Das sind knapp fünfzehn Euro. „Soviel könnte ich nirgends sonst verdienen.“

 

Der Dealer und das Model

Die ganz oben machen viel mehr. Sie teilen sich das Revier auf, obwohl sie einander nicht verstehen. Nigerianer, Russen, Israelis – so lautet die Liste der meistgefürchteten Mafia-Banden in Goa. Ihnen werden Drogen- und Mädchenhandel zugeschrieben. Die Russen waschen ihr Schwarzgeld in Goa, indem sie über Strohmänner die portugiesischen Villen aufkaufen. Aroon Purie, Chefredakteur der Zeitschrift India Today, hat keinen Zweifel: „Goa ist die Hauptstadt der Kriminalität in Indien: Hier wächst die Unterwelt rascher als der Tourismus.“ Alle hier unterstellen führenden Politikern des kleinsten Bundesstaates Indiens und ihren Angehörigen, kräftig im kriminellen Geschäft mitzumischen. Sie tun mehr, als nur ein Auge zuzudrücken, sobald der Preis stimmt. Sie sind Täter, ziehen die Fäden. „In Indien kann kein Verbrechersyndikat ohne politischen Schutz arbeiten“, sagt Purie.

Den nutzte auch der israelische Drogendealer Yaniv Banaim alias Atala lange Zeit. Er kaufte die konfiszierten Drogen aus der Asservatenkammer der Polizei zurück und brachte sie dann zum zweiten Mal unters Volk. Eine profitable Idee, bis seine Freundin Lucky Nova Mangarda Amori – ein Model, wie hätte es anders sein können – fühlte, sie habe noch eine Rechnung mit ihm offen, die sie auf schmerzhafte Weise beglich: Zuerst filmte sie Yaniv, als der ihr von seinen eigenen Lieferwegen vorschwärmte. Dann stellte sie das Video auf Youtube. Goa hatte seinen Skandal. Yaniv landete im Knast.

Ernster wird es, sind unschuldige Menschenleben betroffen. Dafür steht der Name Scarlett Keeling. Der geschändete Körper der fünfzehnjährigen Britin wurde 2008 an den Strand gespült. Seitdem kämpft deren Mutter um Aufklärung und Gerechtigkeit. Sie hat nichts mehr zu verlieren und traut sich, auch die höchsten Kreise der Landesregierung anzugehen.

 

Andererseits, wohin sonst soll man gehen?

„Ohne Billigung der höchsten Minister und des Ministerpräsidenten wäre die ausufernde Kriminalität hier nicht möglich“, sagt D’Cunha. „Die sind gierig, wollen Geld.“ Angst hat er nicht. „Die wissen genau, dass ich mir den Mund nicht verbieten lasse.“ Alle Ausländer haben das Indien jenseits der natürlichen Freundlichkeit der Goaner schon zu spüren bekommen: Der einen wurde ihr florierendes Café enteignet, ein anderer verprügelt, als sein Yogaashram zu erfolgreich wurde, ein dritter verlor seine Konzession für das Ausrichten des Marktes, indem ihm die Wiedereinreise verweigert wurde. Nun sitzt er mit gut siebzig Jahren im nasskalten Amsterdam und schreibt Briefe, auf die er keine Antworten bekommt. Seinen Markt betreibt unterdessen ein Goaner – auf eigene Rechnung. „Es ist immer das Gleiche: Die Goaner schauen sich an, welches Geschäftsmodell läuft. Dann warten sie ein, zwei Saisons. Dann greifen sie zu“, sagt Piyush. „Manchmal ist es einfacher, den anderen einen Stein in den Weg zu legen, als selbst zu bauen“, sagt Robert, der Architekt.

Der Reiseschriftsteller Hugh Gantzer hat seinen Landsleuten gerade gehörig den Kopf gewaschen: „Goa muss sich von den Hippies und Pauschalreisenden verabschieden. Solche Leute stehen immer in Verbindung mit Drogen, und das gibt nirgendwo ein gutes Bild ab.“ Der lange Marsch vom Hippie zum Yuppie ist damit vorgezeichnet. Schon hat sich Indiens Bierkönig Vijaj Mallya eine riesige Villa am Strand bauen lassen. Monströse Leuchter hängen im Torbogen, Golfcards und Mercedes stehen auf der Auffahrt. Die ganze Gegend ist zugepflastert mit Reklame für „Kingfisher Beer“, mit dem Mallya sein Geld scheffelte. Bei Sonja und Thomas hat der Milliardär Leuchter und Tische in Auftrag gegeben.

So bleiben die Deutschen hier gefangen zwischen ihren Träumen und der Wirklichkeit. Weg aber wollen sie nicht, können sie nicht. „Meine ganzen Freunde leben doch hier“, sagt Michel. Die Hängematte schaukelt sanft. „Und das Wetter spielt natürlich auch eine Rolle.“ Wohin sollten sie auch gehen? „Ich glaube, wir könnten gar nicht mehr woanders leben“, meint Elisabeth vom Lila Café. Zurückkehren nach Deutschland? Das geht gar nicht. „Als ich neulich in München war, habe ich richtig Paranoia bekommen“, meint Ingo, ihr Mann.

 

 

 

 
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